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Die finanzielle Situation des THEATER STOK ist
Schlüsselzahlen 2012: Gesamtausgaben 91'366.80
Das THEATER STOK ist nach wie vor begehrter und intensiv genutzter Spielort. Der Betrieb mit unterschiedlichsten Mietern kann nur funktionieren dank eingespielter Disziplin und beinahe täglicher Anwesenheit der Leitung. Wir schauen uns jede Veranstaltung an und stellen fest wie viel harte Arbeit, Lohnverzicht und Kreativität bei den meisten Produktionen vorhanden sind. Für alle, die hier auftreten gelten die Kriterien: Arbeit und Leistungswillen. Nicht immer gelingt alles zur Zufriedenheit aller, doch Scheitern wird, ja muss im Theater - anders als in Wirtschaft und Politik – toleriert werden. Ein Künstler kann unmöglich funktionierende Routine am Schreibtisch entwickeln: er muss ausprobieren, er muss x-mal öffentlich scheitern, bevor es klappt. Öffentliches Scheitern erachten wir nicht als Tragödie sondern als notwendigen Prozess. Diese Lernkurve gibt es nur in ganz wenigen Bereichen, gerade deshalb ist es wichtig, dass es einen Ort gibt, wo man sich ausprobieren kann. Erfreulich ist die Tatsache, dass sich insgesamt gesehen das künstlerische Niveau der Auftretenden steigert. Viele Gruppen und Solisten bauen sich ein treues Publikum auf. Die Zuschauer sind der Kitt, der einen Teil der Gesellschaft zusammenhält. Sässe ein Jahrespublikum des THEATER STOK in einem Saal der ca. 10'000 Personen fasst, so ergäbe sich ein buntes Gemisch aus allen Schichten und Altersstufen. Schön wäre es, wenn sich dieses Bild auch im Einzelnen spiegeln würde. Doch seit die Berichterstattung, vor allem die Kulturkritik in den Zeitungen beinahe wegfällt, bemüht sich jeder und jede um den eigenen Zuschauer. Dabei werden zweifelhafte Wege erprobt, zum Beispiel die neue Methode der bezahlten Kritiken auf theaterkritik.ch und kulturkritik.ch. Unzweifelhaft hingegen ist die Tatsache, dass die elektronischen Medien eine grosse Rolle in der Vermarktung und im Wettbewerb spielen. Die lebendige Neugier allerdings bleibt auf der Strecke. |
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