Theatermuseum

Das, was Theater so faszinierend macht, die Unmittelbarkeit des Augenblicks, der Schauspieler und Zuschauer verbindet, ist
kaum festzuhalten. Erst mit der Entwicklung der Fotografie im 19. Jahrhundert, mit den ersten Tonaufnahmen und dem Aufkommen des Films war es möglich, die Flüchtigkeit einer Theateraufführung annähernd einzufangen. Die Gründungsgeschichte der Theatermuseen ging fast immer von einer Privatinitiative aus. Was liegt näher als das eigene Archiv, die eigenen Wohnräume zu öffnen? Aus dem Archiv ihrer Eigenproduktionen im Theater am Hirschengraben 42 in Zürich begannen die Hausbewohner und Theaterleiter ab 1970 Material, Kostüme, Eintrittskarten, Masken, Programme und Plakate, Rezensionen und Zuschauerbriefe, Schätze und Kuriositäten zu sammeln. In dem lebendigen Wohnmuseum am Sihlquai 252 können sich die Besucher in ihr persönliches Verhältnis zum Theater vertiefen. Durch Unterstützung in ideeller und materieller Form wird ein GrundSTOK, geschaffen, der es erlauben soll, aus der Privatsammlung ein Museum mit thematischen Wechselausstellungen und mit einer Theaterbibliothek zu gründen, das der theaterwissenschaftlichen Forschung ebenso zugänglich ist wie Besuchern und Besucherinnen aus dem In- und Ausland.
Herzlich willkommen!